von Nils Hildebrandt
Am 27. und 28.3.2026 war Nils Hildebrandt gefördert vom ADAC Hessen-Thüringen beim erstenLauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft am Start.
Gemeinsam mit Beifahrerin Giuliana Beck nahm er die 112 Wertungskilometer rund um Stollberg im Erzgebirge zum ersten Mal seit 2019 auf einem Renault Clio Rally5 von Schmack Motorsport in der Klasse RC5 unter die Räder. Bereits eine Woche vorher konnte sich das Team bei einem Test in Tschechien nach der 6-monatigen Winterpause wieder etwas an den Clio gewöhnen, bevor dann am Donnerstagabend als erster Punkt mit dem Shakedown ein letzter Test vor der Rallye auf dem Programm stand. Hier wurden dann auch zum ersten Mal die Pirelli-Reifen auf dem Clio ausprobiert, da die eigentlich georderten von Hoosier nicht mehr rechtzeitig geliefert worden waren.
Nach dem Erstellen des Aufschriebs am Freitagvormittag ging es dann bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bei einbrechender Dunkelheit los zur ersten 8,8 km langen Prüfung. Auf dieser machte sich dann doch die lange Winterpause und die ungewohnten Reifen bemerkbar. Sehr vorsichtig und verhalten landeten Hildebrandt/Beck auf dem 38. Gesamtrang, was nicht den eigenen Erwartungen entsprach.
Auf der zweiten Prüfung, einem Rundkurs mit hohem Schotteranteil konnten die beiden dann aber ein großes Ausrufezeichen setzen, indem sie mit einer 23. Gesamtzeit und im Mittelfeld der stärkeren Rally4-Fahrzeuge den Service ansteuerten. Die zweite Schleife am Freitagabend war dann eine Wiederholung der ersten und das Team stellte den Clio auf einem annehmbaren 29. Gesamtrang und einem schon komfortablen Vorsprung in der Klasse in das Parc Fermé zum Übernachten.
Nach einer sehr kurzen Nacht ging es dann am Samstagmorgen schon um 7:30 Uhr wieder weiter. Jetzt standen die bekannten sehr schnellen Prüfungen mit teils langen Ortsdurchfahrten auf dem Programm. Ziel für Hildebrandt/Beck war es, den Gesamtrang vom Vortag zu halten und eventuell noch die ein oder andere Position gutzumachen.
Auf der ersten Schleife konnte das Team mit zweimal dem 31. Gesamtrang etwas mehr Vertrauen vor allem in die Reifen gewinnen und den Vorsprung in der Klasse auf mehr als 1,5 Minuten ausbauen. In der zweiten Schleife war dann eine leichte Steigerung zu sehen und Hildebrandt/Beck waren mit einem 30. und einem 28. Gesamtrang halbwegs zufrieden.
Für die letzten vier Prüfungen ging es dann von Stollberg aus nach Annaberg, wo nur ein Remote-Service mit eingeschränkten Möglichkeiten vorhanden sein würde. Zudem standen nun mit den Prüfungen „Wiesa“ und „Mildenau“ zwar sehr schnelle aber auch rutschige Feldwege auf dem Programm. Vor allem auf der Prüfunge „Mildenau“ führte ein großer Teil der Strecke über Pflaster oder über Wege auf denen nur die Fahrspuren mit Betonplatten befestigt sind. Dennoch konnten Hildebrandt/Beck hier mit etwas mehr Vertrauen noch einmal zwei 30. und zwei 28. Zeiten zeigen und so am Ende einen sicheren und souveränen Klassensieg mit 12 von 12 Bestzeiten sowie einen guten 30. Gesamtrang einfahren.
„Alles in allem sind wir doch zufrieden. Für uns war die Rallye unbekannt, da wir nur 2019 hier einmal gestartet sind und damals andere Prüfungen gefahren wurden. Zudem hatten wir zum ersten mal Reifen von Pirelli und musste damit erst etwas warm werden. Gefreut hat uns natürlich die sensationelle Zeit auf dem ersten Durchgang im Rundkurs am Freitagabend. Am Samstag lief es dann ok, wir hätten sicher schneller sein können, sind aber kein Risiko eingegangen“, sagt Hildebrandt im Ziel.
Der nächste Einsatz steht schon in vier Wochen bei der Rallye Sulingen am 24. und 25.4.2026 im Kalender.


