Die 61. ADAC Rallye Erzgebirge vom 26.03. bis 28.03.2026 bildet in diesem Jahr erneut den Auftakt der Deutschen Rallye Meisterschaft und zählt damit zur höchsten Rallyeliga im Bundesgebiet. Wie in den Vorjahren auch, ist die Stadt Stollberg Dreh- & Angelpunkt der liebevoll genannten „Erze“. In der ehemaligen Kreisstadt laufen die Fäden im Organisationskomitee zusammen und die Teilnehmer schlagen hier ihr Fahrerlager auf.

Am Konzept der Rallye mit zwölf zu fahrenden Wertungsprüfungen, davon vier am Freitagabend und acht Etappen über den gesamten Samstag verteilt, wird sich nichts ändern. An den Streckenführungen allerdings schon. „Wir haben in Neukirchen und Waschleithe zwei neue, noch nie gefahrene Rundkurse ins Programm der Rallye aufgenommen,“ berichtet Denny Michel, Sprecher der ADAC Rallye Erzgebirge. Ein abwechslungsreicher Mix aus traditionellen und neuen Streckenabschnitten ist seit Jahren ein Markenzeichen der Rallye Erzgebirge. „Dies haben wir auch den Genehmigungsbehörden zu verdanken, mit denen wir seit vielen Jahren eine konstruktive Zusammenarbeit pflegen und wir somit unsere Traditionsveranstaltung fortführen und weiterentwickeln können.“, so Michel. Insgesamt werden rund 116 Kilometer durch die Teilnehmer auf Bestzeit absolviert.

Die 61. ADAC Rallye Erzgebirge gehört neben der Deutschen Rallye Meisterschaft auch zur ADMV Rallye Meisterschaft und zur Sächsischen Rallye Meisterschaft.

Starke Konkurrenz misst sich das erste Mal im Erzgebirge

Bereits vor dem Jahreswechsel und auch in den ersten Wochen im Jahr 2026 überschlugen sich die Meldungen über neue Projekte der Rallye-Asse in der Deutschen Rallye Meisterschaft. Den Anfang machte Carsten Mohe, welcher zusammen mit seiner Lebensgefährtin Andrea Lieber einen bärenstarken Porsche 911 in der neuen Klasse R-GT einsetzt. „Schon der erste Test hat uns umgehauen: Wild, laut, ein völlig neues Tier – und trotzdem erstaunlich beherrschbar“, so der Crottendorfer.

Vor wenigen Wochen meldete auch der Zwickauer Julius Tannert ein selbiges Projekt an und startet ebenso in einem Porsche. „Wir wollen die Marke Porsche im Rallyesport auf ein neues Level heben. Heckantrieb, rund 500 PS, sequentielles Getriebe mit Paddleshift – ein Rennwagen, der Emotionen pur liefert, auf den WPs richtig gefordert werden will und eine echte Herausforderung für mich ist“, so der 35-jährige, der die Rallye Erzgebirge 2023 und 2024 gewinnen konnte.

Nach jahrelanger Abstinenz kehrt auch Mark Wallenwein in den Rallye-Zirkus zurück. Wie Mohe und Tannert setzt er auch einen Porsche der neuesten Generation ein. Sein letzter Start im Erzgebirge datiert aus dem Jahr 2015 (2. Gesamtplatz). Im Rahmen des Eifel Rallye Festival im Vorjahr hatte Wallenwein das Privileg, den Porsche erstmals in Deutschland einzusetzen. „Was für ein emotionales Rallyeauto“, so der 38-Jährige Stuttgarter.

Der Plauener Philip Geipel wird ebenfalls zum Saisonauftakt im Erzgebirge am Start sein. Er setzt erneut auf den Toyota GR Yaris Rally2, mit welchem er zur Jubiläumsausgabe der Rallye Erzgebirge im Vorjahr den Gesamtsieg einfuhr. Nach zwei berufsbedingt eher ruhigen Jahren meldet sich auch Björn Satorius(Bickenbach)zurück und setzt wie Philip Geipel einen Toyota GR Yaris Rally2 ein. „Ich mache dieses Comeback in der DRM nicht nur zum Spaß. Ich möchte in der Meisterschaft ganz vorn mitkämpfen“, betont der Südhesse.

Ob der fünfmalige Deutsche Rallye Meister aus dem Vorjahr, Marijan Griebel an den Start geht, steht noch nicht fest. Im Vorjahr ließ der 36-Jährige die Rallye Erzgebirge auf Grund des neuen Punktevergabesystems aus. Die Taktik ging auf, Griebel gewann die vier folgenden Meisterschaftsläufe und beim vorletzten Lauf reichte der dritte Gesamtrang zum Gewinn des Titels.

In den letzten Jahren hatten sich immer wieder Teilnehmer aus dem europäischen Ausland für einen Start bei der Rallye Erzgebirge entschieden. „Ob das auch in diesem Jahr der Fall ist, können wir noch nicht sagen. Die Ausrichtung des ersten Meisterschaftslaufes ist hinsichtlich der Teilnehmeranzahl- & Herkunft immer ein Blick in die Glaskugel“, weiß Pressesprecher Denny Michel.

Test- & Einstellfahrten finden im Vorfeld statt!

Am Donnerstag, den 26.03.2026 finden im Vorfeld der 61. ADAC Rallye Erzgebirge Test- & Einstellfahrten statt – das sogenannte „Training“. Hier haben nicht nur die Teilnehmer der Rallye Erzgebirge die Möglichkeit ihre Boliden auf das Rennwochenende einzustimmen, sondern auch „Nicht- Teilnehmer“ der Rallye Erzgebirge, welche ihr Auto auf die bevorstehende Rallyesaison 2026 einstellen möchten.


Quelle: https://www.r4llye.de/drm/drm-auftakt-2026-mit-neuerungen-bei-der-erze/