Aus dem Bayerischen Wald hoch in den Norden: Die zehnte Runde des Ravenol Deutscher Rallye Cup wird in Ostwestfalen rund um Rietberg-Masholte ausgetragen.

Die Veranstaltergemeinschaft der 33. ADAC LaderManufaktur Rallye Ostwestfalen (05. September 2026) hat für ihre Gäste drei Wertungsprüfungen über 70 Kilometer vorbereitet. Neben zwei Rundkursen wartet auf die 68 genannten Teams eine komplett neue Sprintprüfung über fast 12 Kilometer mit einem kurzen Schotterstück, die ebenfalls zweimal absolviert wird. An der Spitze gibt es ein Aufeinandertreffen der letzten Sieger. Christopher Gerhard, diesmal mit Charlotte Köhler im Škoda Fabia R5 unterwegs, reist als amtierender OWL-Sieger an. Er trifft mit Dennis Rostek (Škoda Fabia RS Rally2) auf den Sieger der Jahre 21 und 23. Zwischen den sechs Rally2-Boliden lauert Altmeister Walter Gromöller – mit René Meier im neu aufgebauten Opel Ascona 400 (NC2) – nur auf ein Straucheln der Favoriten. Immerhin fuhr Gromöller beim Heimspiel mit seinem Rallye-Klassiker bereits dreimal auf den zweiten Gesamtrang.

Schläppi will Führung im Ravenol DRC weiter ausbauen
Vor dem zehnten der insgesamt 13 Vorläufe des Ravenol DRC 2026 lohnt sich ein genauerer Blick auf die Tabelle. Jedes Team kann die Punkte der sieben besten Resultate aus seinen maximal neun Starts mit ins Finale nehmen. Dort gibt es dann die doppelte Punktzahl. Da die Punkte in den Klassen in Relation der Platzierung zu den startenden Teilnehmern errechnet werden gilt: Je mehr Teilnehmer und je besser die Platzierung umso höher die Punktezahl. Mathias Schläppi, der diesmal mit Dominique Juple im Peugeot 208 R2 antritt, hat in seiner Klasse NC3 erneut 14 Mitstreiter. Sollte er – was bislang bereits fünf Mal gelang – wieder seine Klasse gewinnen, wird es für die Konkurrenz schwer, auf seine Gesamtpunktzahl bei den Vorlauf-Resultaten zu kommen. Selbst ein zweiter Platz wie in Zerf ergab aufgrund der Klassenstarter immer noch über neun Punkte. Aber: Abgerechnet wird erst beim Finallauf. „Letztes Jahr konnten wir bei der OWL auf den siebten Gesamtrang fahren, diesmal sind mehr stärkere Autos am Start, das tut der Veranstaltung sicherlich gut“, erklärt der Schweizer vor dem Start. „Optimal wäre es, wieder gut zu punkten, dann hätten wir unsere sieben Resultate aus den Vorläufen zusammen.“

Ähnlich geht es Niklas Pöttgen / David Wölwer, die im Seat Ibiza in der seriennahen Klasse NC8 antreten. „Wenn wir uns noch eine Chance im DRC bewahren wollen, kommen wir an einem Klassensieg nicht vorbei“, ist die klare Ansage. „Das grundsätzliche Layout mit vielen schnellen Passagen und harten Bremsmanövern ist uns geläufig. Wir freuen uns auf eine top organisierte Veranstaltung fast vor der Haustür.“

Niklas Möller, der mit Guido Möller im BMW 318ti in der Klasse NC3 antritt, liegt knapp hinter Pöttgen auf Platz vier der Zwischenwertung. „Trotz zwei Stunden Anreise ist Landschaft in Ostwestfalen unserer Heimat im Westmünsterland sehr ähnlich, so dass ich von einem kleinen Heimspiel sprechen kann. Die Strecken der OWL sollten uns liegen, beim Aufschrieb kommen sie einem oft nicht so toll vor, aber dann im Wettbewerb im Renntempo mit den wechselnden Straßenbelägen und den Wellen sind sie doch sehr spannend.“ Auch hier ist ein Podiumsplatz mit möglichst vielen Punkten das erklärte Ziel.

„Eine Rallye in Nordrhein-Westfalen ist für mich immer etwas Besonders,“ sagt Michael Bieg, der gemeinsam mit Vanessa Dagge im Mitsubishi Lancer (NC1) startet. Aktuell rangiert er auf DRC-Platz acht, „Um im DRC den Anschluss an die Spitze zu halten wäre ein Klassensieg wie bei meinem letzten Start hier 2023 sicherlich nicht schlecht.“

Gesucht: Halbzeitmeister im ADAC Rallye Junior Cup
Zum vierten der acht Saisonläufe treffen sich die Teams des ADAC Rallye Junior Cup lauf ihren identischen Opel Corsa Rally6 in Ostwestfalen. Arwed und Aaron Jungnickel reisen als Tabellenführer an. „Aber ausruhen können wir uns nicht. Wir möchten zeigen, dass wir zurecht den Cup anführen und freuen uns riesig auf den Start.“ Auf Rang zwei liegt Kurt Escher, bei dem diesmal Nils Knöbel auf dem Beifahrersitz Platz nimmt. „Nach unserem Ausfall bei der Vissel-Rallye wird es schwer, aus eigener Kraft noch den Cup zu gewinnen. Jetzt heißt es die weiteren Rallyes zu genießen und am besten auch zu gewinnen.“ Den dritten Platz teilen sich punktgleich Lukas Meiners / Leon Witte und Luca und Merle Wanke.

Neben den Punkten für die Platzierung gibt es Zusatzzähler für das Team, dass die meisten Cup-Bestzeiten erzielt. Neben den Preisgeldern für die Platzierung je Junior-Cup-Lauf erhalten die Teams innerhalb der Ravenol-Speed-Trophy zusätzlich für jede bei einer Veranstaltung gefahrene Cup-Bestzeit 50 Euro.

Quelle: https://www.r4llye.de/hjsdmsb/drc-runde-zehn-bei-der-33-adac-ladermanufaktur-rallye-ostwestfalen/