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Herzschlagfinale bei der Haßberg Rallye

Jochen Baumhauer sorgt für Überraschung und gewinnt mit einer Sekunde Vorsprung vor Rudi Reindl. Top-Favorit Dinkel musste Start aufgrund technischer Probleme absagen.

Die 26. Haßberg-Rallye fand traditionell am Pfingstsamstag (18. Mai 2024) statt. Ein großes und starkes Teilnehmerfeld sorgte für eine gute Stimmung auf den voll besetzten Zuschauerplätzen entlang der beiden jeweils doppelt zu befahrenden Wertungsprüfungen. Bis auf ein paar kleinere Ausrutscher verlief die Veranstaltung reibungslos und pünktlich ab. Rallye von Fahrern für Fahrer – dieses Konzept ist beim AC Ebern seit Jahren Programm und wird mit den WP-Leitern rund um Peter Just mit seinen Söhnen Florian und Tobias (WP1/3) sowie Hans Limpert mit Markus Niggemann (WP 2/4) in vorbildlicher Weise gelebt. 

Starke Regenschauer im Vorfeld sorgten für rutschige Straßenverhältnisse bei der Besichtigung der Strecken am Morgen. Es gab viele unterschiedliche Strategien bei der Reifenwahl. Doch Petrus meinte es gut mit der Rallyegemeinde und schickte keine weiteren Niederschläge, so dass die Strecken sukzessive abtrockneten. Pünktlich um 12:01 Uhr startete die Veranstaltung auf dem Festplatz „Altes Schwimmbad“ zur neuen zwölf Kilometer langen Berg- und Talbahn „Rosengarten 1“, die mit wechselnden Belägen von Asphalt über Rasengittersteine bis hin zu Schotterabschnitten wirklich die ganze Palette bereit hielt. 

Der fünffache Gesamtsieger Rudi Reindl freute sich auf das Duell mit Patrik Dinkel (Sieger 2022 und 2023), der jedoch aufgrund von technischen Problemen kurzfristig absagen musste. Auch Reindl plagten Aussetzer am weißen Mitsubishi in der Anfangsphase, die jedoch mit ein paar Handgriffen behoben wurden und eine spektakuläre Aufholjagd einläuteten. Die erste Bestzeiten setzten die neuen Senkrechtstarter Lars Stütz/Theresa Feil im BMW M3 E36 mit acht Sekunden Vorsprung auf die späteren Gesamtsieger Jochen Baumhauer/Laura Dangl im Audi TT RS. Die Freude über die Führung wehrte nur kurz, da die folgenden Prüfung „Hundsberg1“, die über 6 Kilometer mit ähnlichem Streckenlayout führte, für das abrupte Ende sorgte: „Wahrscheinlich hat uns ein Stein die Felge zerstört – bewusst getroffen haben wir nichts“, zeigte sich der Youngster sichtlich enttäuscht. Ebenfalls mit großen Ambitionen starteten Johannes Kessel/Hans-Peter Loth beim ersten Start in Ebern, auch hier folgte das Aus nach wenigen Kilometern an einer Bordsteinkante mit abgerissenem Rad. 

Jochen Baumhauer und Laura Dangl führten im seriennahen Audi TT RS die Rallye zur Halbzeit an, wohl wissend dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Reindl/Ehrle bliesen im Mitsubishi zur Attacke und setzten die restlichen Bestzeiten, letztlich gelang es ihnen sich bis auf eine Sekunde heran zu kämpfen und hinter Baumhauer/Dangel den zweiten Gesamtrang zu feiern. „Damit hätten wir vor dem Start selbst nicht gerechnet, wir haben keine Regenreifen und somit stellte sich diese Frage für uns nicht – zum Glück kam nichts mehr nach“, freuten sich die Sieger bei der Ehrung im Festzelt. Rainer Noller/Tanja Schlicht zeigten im modernen Opel Corsa Rally4 eine starke Vorstellung und vervollständigten das Podium. Sebastian Schmidt/Nina Uttenreuther steigern sich nach ihrem Umstieg auf den turbogetriebenen Allradler und behaupteten sich vor den Lokalmatadoren Ralf Hillmann/Hans-Peter Wollner (beide Mitsubishi Evo). In der Klasse NC2 siegten die südbayerischen BMW-Duos Josef Haagn/Sandra Fllermair (E36) und Marcus Ederer /Stella Winnik (E46) vor Fritz Köhler/Petra Hägele im Ur-M3 E30.

In der Sollzeitwertung zur 16.  ADAC Rallye Ebern Historik konnte das Ehepaar Michael und Michaela Kübler ihre Negativserie mit einem Sieg im BMW 318ti beenden. Gerd Michalowski/Jens Voigt im wunderschönen Lancia Delta Integrale und das Ehepaar Frank und Heike Schneider (BMW) vervollständigten nach einem Jahr Pause das Siegerpodium.

Quelle: https://www.rallye-magazin.de/nat/artikel/herzschlagfinale-bei-der-hassberg-rallye-52085/